Gewinner des Fotowettbewerbes

Kirche in der Stadt – was bedeutet das für mich?

ein Fotowettbewerb des Ev. Kirchenkreises Tempelhof – Schöneberg

Die Gemeinden waren aufgefordert sich mit Fotos an diesem Wettbewerb zu beteiligen. 15 Bilder wurden eingereicht, drei davon prämiert. Beteiligt hatten sich auch 2 Fotografen unserer Gemeinde die den zweiten und den dritten Platz belegten. Diese Fotos sind hier abgebildet. Das 3. Bild wurde nicht eingereicht. Es zeigt die Friedrichswerdersche Kirche und entstand bei einem Streifzug durch Berlins Mitte

Fotograf: Jürgen Fritsche

Es ist eine raffinierte Aufnahme aus unserer Kirche während einer Chorveranstaltung. Meine Interpretation: Kirche – ein Ort der Vereinigung. Man kann Chor durch Gemeinde ersetzen und erkennt den Wunsch nach einer mit ihrer Kirche eng verwobenen Gemeinde. Den Wunsch nach Einheit und Frieden in der Gemeinde. Übergeordnet die Sehnsucht nach Einheit aller Christen, egal ob evangelisch, katholisch oder orthodox. Frei nach Schiller: Alle Menschen werden Brüder – Christen, Muslime, Juden.

Fotograf: Hartmut Wieseke

Die Aufnahme entstand bei einem Besuch in der evangelischen Friedenskirche in Wildau. Frieden! „Suche den Frieden und jage ihm nach“ lautet die diesjährige Jahreslosung. Wo finden wir in der Stadt noch Frieden? Hier hat man ihn offensichtlich gefunden und den Augenblick festgehalten. Allerdings – wer spontan den Frieden in einer Kirche sucht, zur Ruhe kommen will, steht meist vor verschlossenen Türen. Die Gründe dafür kann man beklagen. Sie sind aber nicht von der Hand zu weisen.

Fotograf: Hartmut Wieseke

Die Kirche als Institution in der Stadt! Wird sie erdrückt? Ist ihr Gebäude vom Einsturz bedroht? Eigentlich kann Kirche nicht nahe genug bei der Gemeinde sein. Kann sie in der Stadt diese Aufgabe noch erfüllen oder ist sie heute, im Zeichen schrumpfender Gemeinden, nur noch ein von Touristen bestauntes Baudenkmal?
Die Interpretation der Bilder bleibt jedem Betrachter selbst überlassen.

Hartmut Wieseke

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