Papiertuten mit notwendigen Dingen gefüllt sind

Bericht Tüten für Obdachlose

Viele von Ihnen haben sicher unsere Aushänge gesehen und die vielen Papiertüten, die an drei aufeinanderfolgenden Sonntagen hinten in der Kirche standen. Und sehr viele von Ihnen haben die Patenschaft für eine, zwei oder auch mehr Tüten übernommen. Unsere Aktion „Tüten für Obdachlose“ ist jetzt beendet. Hier nochmal der Aufruf vom Februar. Und im Namen der Freitagsgruppe möchte ich Ihnen danken und Sie darüber informieren, wie aus einer Idee am Freitagabend eine richtig große Sache wurde.

So fing es an

Schon bei der Keksaktion im November kam uns zum ersten Mal der Gedanke, dass die Keksspenden an die Stadtmission zur Weihnachtszeit sicher gern gesehen sind, aber dass auch zu anderen Zeiten Hilfe nottut. Im Januar nahmen wir diese Idee wieder auf. Ein Kontakt war schnell geknüpft und der Plan nahm lawinenartig Gestalt an. Am 15. Februar traf sich die Freitagsgruppe im Clubraum des Gemeindeheims, das in Teilen einem Drogeriemarktwarenlager ähnelte.

In der zuversichtlichen Hoffnung, dass wir genügend „Paten“ für unsere Tüten finden würden, waren einige von uns zwecks Einkauf losgezogen und so türmten sich neben diversen Hygieneartikeln wie z.B. Duschgel, Einwegrasierern, Zahnbürsten, Taschen – und Feuchttüchern auch Kerzen, Feuerzeuge, Socken, Schokolade, Multi Vitamintabletten und Hundefutter. Während an einer Tischgruppe die Designer arbeiteten und die Tüten mit einem Grußbild von unserer Kirche verzierten und die wichtigen Zusätze „Mann“, „Frau“, „mit und ohne Hund“ aufbrachten, war eine Ecke weiter das Pack – Team am Werkeln. In kurzer Zeit waren über 40 Tüten gepackt.

Der Verkauf

​Der erste Sonntag lief schon richtig gut. Auch viele Kita-Eltern unterstützten die Aktion und kamen vor oder nach dem Gottesdienst vorbei, um eine Tütenpatenschaft zu übernehmen. Nicht nur am Sonntag, auch in den kommenden Wochen wurden immer wieder Umschläge mit Spenden bei der Kitaleitung abgegeben. Und inzwischen hatten wir noch eine weitere gute Nachricht:

Dank einer sehr sehr großzügigen Spende konnten wir noch einiges mehr besorgen!

Durch den direkten Kontakt zu den Mitarbeitern des Kältebusses war klar, dass unsere Spenden nicht nur hier abgeholt werden. Sie wurden auch umgehend an diejenigen verteilt, die es besonders nötig haben. Und so wanderten neben den zahlreichen Tüten noch fünf große Kisten mit in den Bus. Darin enthalten jeweils 10 bis 15 Schlafsäcke, Rucksäcke, Thermoskannen und Isomatten, die wir mithilfe der Megaspende anschaffen konnten.

Die Tüten werden verteilt

Mit dem Kältebus und der Kälte – Notübernachtung will die Berliner Stadtmission Kältetote in Berlin verhindern. Immer vom 1. November bis zum darauffolgenden 31. März sucht der Kältebus mit seinem Team nach hilflosen Wohnungslosen, die nicht mehr aus eigener Kraft eine Kälte – Notübernachtung aufsuchen können. Das Kältebusteam sucht die Wohnungslosen regelmäßig auf der Straße auf und fährt sie auf ihren Wunsch zu einem sicheren Übernachtungsplatz. Die Kältebus-Mitarbeiter versuchen zunächst mit ihnen ins Gespräch zu kommen, bieten ihre Hilfe, eine Tasse heißen Tee oder einen warmen Schlafsack an.

Bevor sie sich am 15. März wieder auf eine nächtliche Tour begaben, kamen die Mitarbeiter vom Kältebus um 21 Uhr in unsere Gemeinde. Beate, die die ursprüngliche Idee in unsere Gruppe getragen hatte, war da, um die ganzen Spenden persönlich zu übergeben. Ohne Sie – die zahlreichen Tüten – Paten und Spender – wäre das nicht möglich gewesen.

Wir danken Ihnen herzlich, dass Sie unsere Aktion „Tüten für Obdachlose“ unterstützt haben und kommen sicher bald mal wieder auf Sie zu!!!

Annette Mühlenfeld​

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