Das war Ostern – diesmal per Zoom

Wir waren so dicht dran! Und dann mussten wir doch die geplanten Ostergottesdienste in Präsenz absagen und alle Gottesdienstbesucher, die sich angemeldet hatten, schriftlich benachrichtigen. Die von Bianca Barandat wunderschön gestalteten Tickets für die einzelnen Veranstaltungen lagen den Briefen leider nur noch zur Ansicht bei. Allerdings gab es dafür einen Infobogen mit allen Zugangsdaten für die online-Gottesdienste, zu denen sich erfreulicherweise recht viele Leute einschalteten. Die benötigten Daten waren auch auf der Homepage der Gemeinde hinterlegt und per Aushang bekannt gemacht worden.

Inzwischen sind ja Videokonferenzen nichts Besonderes mehr und die Planung für die vier Ostertermine wurde mit allen Beteiligten per Zoom an einem Abend erledigt. Mit dabei waren nicht nur die Hauptamtlichen, sondern auch Teamer und Konfis. Unser Kantor Lars Lange war in Gedanken bei der Gemeinde, konnte aber aus persönlichen Gründen nicht spielen. Eine Vertretung war schnell gefunden. Florian schaltete sich im Home Office Studio dazu und spielte die Musik ein. Wer bisher das gemeinsame Singen im Gottesdienst vermisst hatte, bekam nun die Gelegenheit, mithilfe der eingeblendeten Liedtexte wieder einmal tief Luft zu holen und das Mikrofon – je nach Bedarf – an- oder auszuschalten.

Das war Ostern – diesmal per Zoom

Am Donnerstag waren um 19 Uhr sehr viel mehr Menschen dabei als es Anmeldungen für den Präsenzgottesdienst gegeben hatte. Die Teilnehmerzahl kletterte beständig bis auf 29, wobei ja vor einigen Geräten auch mehrere Leute saßen. Es war ein breites Spektrum von Jung und Alt, Konfis, Teamer, Haupt- und Ehrenamtliche, und auch Besuch aus dem Kirchenkreis war dabei.

Die abendliche Stimmung, die Musik und das Wechselspiel zwischen den ju-gendlichen LeserInnen und unserer Pfarrerin machten den Gottesdienst zu einem besonderen Erlebnis, das alle Teilnehmer miteinander verband – ein Gefühl, das doch in den letzten Wochen und Monaten eher verloren gegangen war. Auch die positiven Reaktionen danach im Chat machten dies sehr deutlich.

An den folgenden Tagen waren wieder Teamer zur Stelle und deshalb hier ein großes Dankeschön an Isabell, Dion, Lilly, Simon, Jerom, Jana und Miguel, die mit ihren Beiträgen die Gottesdienste sehr bereichert haben.
Am Karfreitag waren mehr als 20 Teilnehmer bei der Andacht zur Sterbestunde dabei und lauschten der Geschichte, die zwar jeder kennt, die es aber jedes Mal wieder neu zu begreifen gilt. “Korn, das in die Erde“ und „Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen“ waren die Lieder des Freitags.

In der Osternacht am Samstag wurde für alle sichtbar die Osterkerze angezündet und der Ruf „Christus, das Licht der Welt. – Gott sei ewiglich Dank“ erschallte. Mehrere Kerzen wurden entzündet und in die Kamera gehalten. „Meine Hoffnung und meine Freude“ sowie „Er ist erstanden“ waren die Lieder der Osternacht. Daniel Trumbach betete stellvertretend für alle das Nicänische Glaubensbekenntnis. Am Ostersonntag war dann um 11 Uhr Familiengottesdienst. Frauke erzählte die Geschichte eines Kükens, das fest entschlossen war, erst am Ostersonntag zu schlüpfen und keinen Tag früher. Die Bilder zur Geschichte ließen sich dank Screen-Sharing perfekt verfolgen. Auch zu diesem Gottesdienst hatten sich viele Menschen eingefunden und als gegen Ende die Mikrofone freigegeben wurden, schallte es von allen Seiten „Frohe Ostern“!

Annette Mühlenfeld

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