Fahrt nach Neuruppin
am 20.Mai 2026
Aber trotzdem hat sich Bolle …. Ne, keine Angst, wir haben uns nicht geprügelt. Aber wir
konnten bei der Fahrt nach Neuruppin unsere Altersresilienz beweisen. Oder um einen
bekannten verstorbenen Politiker zu zitieren. „Probleme sind dazu da, überwunden zu werden.“
Es fing gleich am Morgen mit der überraschenden Nachricht an: Zwischen Hennigsdorf und
Kremmen gibt es Ersatzverkehr mit Bussen. Reparatur an den Gleisen. Na, die Strecke war ja
gerade erst erneuert worden. Dann stehen wir alle trotzdem frohen Mutes am Treffpunkt
Gesundbrunnen – 2 krankheitsbedingte Absagen. Da kommt die Anzeige: wegen mutwilliger
Auslösung der Notbremse kommt es bei der S-Bahn zu Verzögerungen. Gut, dass wir
Pufferzeiten eingeplant hatten. Hennigsdorf ist erreicht. Wo ist der Schienenersatzverkehr? Man
fragt, und bekommt Auskunft, die Richtige. Los geht’s im Bus. Wir genießen den Blick auf die
Landschaft, saftig grün. Kurze Wartezeit in Kremmen. Der Zug Richtung Neuruppin trifft ein.
Jeder hat einen Platz. Das WC funktioniert. Und mit einstündiger Verspätung erreichen wir
unser Ziel. Noch 40 Minuten bis zur mit dem Restaurant vereinbarten Mittagspause. Wir
verkürzen Teil 1 unseres Spazierganges, den wir in aller Ruhe absolvieren und informieren das
Restaurant über 15 Minuten verspätetes Eintreffen.
Bestellt, serviert, gefuttert. Was für Portionen! Und so lecker. Die Esseneinnahme gibt den
Stimmbändern die Möglichkeit, sich zu regenerieren. Will man jetzt noch aufstehen? Eigentlich
nicht. Aber was muss, das muss. Also los zum zweiten Teil unserer Erkundungstour. Ein leichter
Regenschauer wirkt erfrischend.
Jürgen ist der ideale Stadtführer. Schnörkellos, präzise und auf den Punkt macht er uns mit der
Stadt und ihren Bauten und berühmten Persönlichkeiten bekannt. Da der Himmel immer
bedrohlicher aussieht und die Rückfahrt mit SEV droht, wird an einen verlängerten Aufenthalt
kein Gedanke verschwendet. Gerade rechtzeitig erreichen wir ein kleines Einkaufszentrum .
Draußen schüttet es, drinnen findet ein Paar Schuhe ein neues Zuhause. Es hat sich
ausgeschauert und nun die Frage: Wo können wir Eis essen? Na gleich um die Ecke. Und
schon sind wir draußen, und kurz darauf: die einen mit deutschem, die anderen mit
italienischem Eis in der Tüte. Die Stimmung wie immer prächtig. So geht’s dann zum Bahnhof.
30 Minuten Wartezeit, ab geht’s nach Kremmen. 5 Minuten Umsteigezeit und jeder hat
anschließend von uns einen Sitzplatz, Glück gehabt. Beim Blick aus dem Fenster. Sind wir im
U-Boot oder fahren wir mit einem Amphibienfahrzeug? Ist auch egal, Hauptsache, wir erreichen
Hennigsdorf. Und wo ist die S-Bahn. Zug fällt aus! Na dann eben mit der Nächsten nach Hause.
Und was war nun an der Bahnstrecke los? Ein Fuchsbau unter dem Gleis bei Amalienfelde. Na
wenigstens hat die Bahn ein Herz für Tiere.
Gunter Dickes, Bild Jürgen Fritsche






