Juleica-Verleihung im Kirchenkreis
Was Jugendarbeit mit Botanik zu tun hat.
In diesem Jahr haben sich sechs Teamer*innen unserer Kirchengemeinde auf den Weg ihrer Juleica-Ausbildung gemacht. Die Jugendleiter*in-Card ist ein bundesweiter Qualifikationsnachweis für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Diesen Weg gingen sie nicht alleine, sondern mit zwölf weiteren Jugendlichen aus unserem Kirchenkreis. Begleitet und durchgeführt wurde die Fortbildung von Jens Martin Krüger, dem Kreisbeauftragten für die Arbeit mit Jugendlichen und der Arbeitsstelle für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen unseres Kirchenkreises.
Am Mittwoch, den 8. Juli, war es nun endlich soweit und die Juleica wurde im Rahmen eines Festgottesdienstes in der Geschäftsstelle des Kirchenkreises verliehen. Zuerst gab es Grußworte der stellvertretenden Superintendentin Juliane Göwecke sowie der Kreisjugendkonvents-Vorsitzenden Leni Marie Clemens und Max Pust. Im Rahmen der Predigt gab Jens Martin Krüger unseren Juleicis noch einige Gedanken mit auf den Weg.

Wir erfuhren, was Jugendarbeit mit Botanik zu tun hat. Erstens: Ein*e Jugendleiter*in ist wie ein Löwenzahn; standfest, mit einer tiefen Wurzel; hartnäckig und sich den Widerständen nicht beugend und die Blüte, die diese Arbeit trägt, ist wunderschön. Zweitens: eine Jugendleiter*in ist wie eine Pusteblume. Sie hat geblüht, Energie gesammelt, Samen gebildet und jetzt hält sie nicht fest. Es wird weitergegeben, losgelassen. Als Jugendleiter*in lässt man los und vertraut darauf, dass der Wind die Samen dorthin trägt, wo sie gebraucht werden. Und das ist vielleicht das Schwerste in der Jugendarbeit. Und zuletzt, drittens: Eine Jugendleiter*in ist wie eine Weizenähre. Denn die Weizenähre ist das Bild der Reife. Der Vollendung. Aber auch der Hingabe. Denn Weizen wird nicht aufgehoben. Er wird geerntet. Gemahlen. Zu Brot gebacken. Die Ähre gibt sich hin, damit andere gesättigt werden. Das ist vielleicht das tiefste Bild für Jugendleitung. Jugendleiter*innen sollen nicht nur wachsen, wie der Löwenzahn. Sie sollen nicht nur loslassen wie die Pusteblume, sondern Frucht bringen, die andere nährt.
Nach der Predigt gab es die Verleihung der Juleica und als Geschenk ein kleines LEGO-Set, bestehend aus einem Löwenzahn, einer Pusteblume und einer Weizenähre.
Wir danken unseren sechs Teamer*innen, die diesen Weg gegangen sind und mit ihrem neuen Wissen unsere Gemeinde stärken und bereichern.
Und zuallerletzt kann ich ihnen nur eines wünschen:
Seid wie Löwenzahn.
Seid wie Pusteblumen.
Seid wie Weizenähren.

Text: Anton F., Bilder: Ilka K., Anton F.
Zusatz der Redaktion: ein herzliches Dankeschön gilt natürlich auch allen anderen Jugendlichen, die sich in anderen Fortbildungen wie den Transformer Workshops oder auch außerhalb des Kirchenkreises fortgebildet und die Juleica oder ähnliche Ausbildungen absolviert haben. Ihr alle lasst durch Euer Engagement die Jugendarbeit in Mariendorf-Süd lebendig sein – wie Löwenzahn, Pusteblume und Weizen.






