Sommer in Mariendorf Süd

Who is Who Carola Follert

Am 30. November 2025 fand die Wahl zum neuen Gemeindekirchenrat in Mariendorf-Süd statt. Das Ergebnis zeigte, dass der Gemeindekirchenrat eigentlich gar nicht so neu war. Alle bisherigen Mitglieder hatten ihre Kandidatur erneuert und es konnte sogar ein neues Mitglied gewonnen werden.

Über viele bis wirklich sehr viele Jahre stand Britta Schröter als Vorsitzende dem GKR vor. Als Mitglied ist sie nach wie vor dabei und unterstützt mit ihrem Wissen und Erfahrung. Den Vorsitz wollte sie aber gern abgeben. In solche Fußstapfen springt man nicht mal eben so rein, und deshalb war die Freude groß, als sich Carola Follert zur Wahl stellte!

Und damit jetzt jede/r die Chance hat, Carola ein bisschen besser kennenzulernen, möchte ich sie an dieser Stelle etwas ausführlicher vorstellen. Zuallererst soll aber ein riesengroßes Dankeschön ausgesprochen werden – natürlich auch im Namen des gesamten GKR -, dass sie das Amt der Vorsitzenden übernommen hat. Kirche und Kirchenrecht sind eine Welt für sich, und es erfordert viel Zeit und Arbeit, sich in die Thematik einzuarbeiten. 

Die Leitung der Sitzungen hat sie souverän übernommen und Unterstützung gibt es auch. Die Aufgabe bleibt aber trotz allem ziemlich groß und wir freuen uns sehr, dass sie sich mit so viel Elan ans Werk gemacht hat. Wie man gleich sehen wird, herrscht bei ihr durchaus kein Mangel an Beschäftigung, aber sie hat zum Glück jede Menge Motivation, von der dieses kirchliche Ehrenamt sehr profitieren wird.

Wenn Carola nicht gerade eine GKR-Sitzung vorbereitet, ist sie im Bereich der Gebäudeschadstoffe unterwegs. Als Ingenieurin für Technischen Umweltschutz zählt die Untersuchung von Bausubstanzen zu ihren Hauptaufgaben sowie die Beratung für Sanierung und Rückbau von Gebäuden.

Ihre kirchliche Karriere begann mit der Taufe durch Pfarrer Stoewer. Konfirmation und Teamertätigkeit fanden dann in Lichtenrade im Rackebüller Weg statt. Durch die evangelische Kita, in der sie auch Elternvertreterin war, fand sie in der Götzstraße wieder zur Gemeinde zurück und hat beim Aufbau des Cafés Paula mitgewirkt. Bis sie dann 2012 zusammen mit ihrem Mann wieder in Mariendorf-Süd ankam.

Wer einmal das Amt eines Elternvertreters übernommen hat, weiß, dass daraus schnell ein lebenslanges Ding entsteht. Auch in der Kita in Ma-Süd wurde Carola Follert Elternvertreterin. Durch Pfarrerin Lydia Grund-Kolbinger kam sie zur Freitagsgruppe und nahm zunehmend aktiv am Gemeindeleben teil. Als Mitglied des Kita-Ausschusses war sie regelmäßig bei Treffen dabei und sonntags übernahm sie Kirchdienste.

Alle drei Kinder sind – wenn dieser Gemeindebrief erscheint – hier in Ma-Süd konfirmiert worden. Einer ist noch als Teamer dabei und auch im Gemeindejugendrat aktiv. Beim Martinsmarkt kann man alle drei beim Waffelbacken erleben. Da sind sie als Team unschlagbar.

Bei drei Kindern laufen die eigenen Hobbies Gefahr, von der Prioritätenliste abzurutschen. Carola liest gerne Bücher, verbringt viel Zeit im Garten, sie bäckt gerne, krault die Katze und freut sich auf ihre Aquafitness-Termine. 

Auf die Frage, warum sie sich denn eigentlich so viel Arbeit auflädt und dann auch noch ehrenamtlich, versichert sie sehr glaubwürdig, dass ihr die gemeinsame Arbeit mit den GKR-Kollegen und Gemeindemitgliedern wirklich Spaß macht. Es ist für sie eine große Motivation, dass man nicht einfach nur Dinge gut, sondern dass es gute und wichtige Dinge sind!

Es ist nicht leicht, jemanden zu ersetzen, der so lange und so gut den Job erledigt hat. Deshalb ist es für Carola wichtig, die Arbeit auf mehrere Schultern zu verteilen und das zu delegieren, was man alleine nicht schafft. Die Bereiche Personal und Finanzen sind schon recht anspruchsvoll für ein Laiengremium. Der Haken an der Sache ist, dass man sich erstmal einarbeiten muss, bevor man entscheiden kann, was sich delegieren lässt.

Zur Frage nach Höhen und Tiefen des neuen Amtes muss sie nicht lange überlegen. Ihr gefällt es sehr, dass im Gremium grundsätzlich eine gute und wertschätzende Stimmung herrscht. Belastend ist, dass wir oft nicht schnell genug entscheiden können. Oft fehlen noch nötige Informationen, oft fehlt es auch an Zeit, alle Vorhaben umzusetzen, da ja alle Mitglieder „nur“ ehrenamtlich für die Gemeinde arbeiten. 

Die sinkenden Gemeindemitgliederzahlen sieht die neue Vorsitzende nicht so gerne. Leider machen sie vielen Gemeinden zu schaffen, das ist in Ma-Süd nicht anders. Umso schöner ist es zu sehen, dass es bei uns Menschen gibt, die sich sehr engagiert für eine Sache einsetzen. Jede/r ist gleich wichtig und soll nur so viel geben und tun, wie er/sie kann. Manchmal kann man mehr Zeit investieren und manchmal eben nicht.

Als GKR-Vorsitzende hat Carola Follert mehr Kontakt zu den Hauptamtlichen der Gemeinde als vorher. Die Zusammenarbeit hier bezeichnet sie als sehr konstruktiv und freundlich. Hauptproblem ist auch hier die Zeit, um sich zusammenzusetzen.
Die Arbeit mit Kindern, Konfis und Senioren ist ihr sehr wichtig. Da möchte sie gern weiterhin Schwerpunkte setzen. Es wäre schön, wenn es uns langfristig gelingt, die Jugend zu halten oder zumindest als Gemeinde in so guter Erinnerung zu bleiben, dass die Jugend nach einer kleinen Pause gerne wieder zurückkommt. Alle sollen ihren Platz finden. 

Dass sich alle, die sich schon jetzt so erfolgreich und gerne engagieren, das auch weiterhin tun, ist Carolas Wunsch für die Zukunft. Sie möchte auch weitere Menschen fürs Ehrenamt gewinnen. Damit das klappt, müssen Menschen in unserer Gemeinde ankommen und sich wohlfühlen. Also müssen wir dafür sorgen, dass unsere Angebote weiterhin vielfältig sind und für alle etwas dabei ist. Der GKR ist offen für jede Idee, die Menschen bei uns in der Gemeinde zusammenbringt. Bei der Umsetzung sind wir allerdings auf tatkräftige Unterstützung angewiesen. 

Für die unmittelbare Zukunft wünscht sich unsere neue Vorsitzende, dass sie erstens routinierter wird und einen besseren Überblick gewinnt. Geduld, Frau Follert! Das wird!!
Und der zweite Wunsch? Der rückt hoffentlich bald in greifbare Nähe.
Carola wünscht sich, dass zu Weihnachten die neue Orgel erklingen kann!
Dazu gibt es dann in der nächsten Ausgabe bestimmt schon detailliertere Informationen.
Und aus zuverlässiger Quelle weiß ich, dass sie von einem Bildschirm im Tagungsraum träumt, damit nicht so viele Laptops etc. auf den Tischen stehen. Schauen wir mal, was sich da tut!

Alles Gute für Dich, liebe Carola!! Im Namen von ganz Ma-Süd wünsche ich Dir gutes Gelingen, gute Nerven, Geduld und weiterhin so viel Zuversicht und natürlich viele Menschen an Deiner Seite, die Dich unterstützen! Danke, dass Du dich so reinhängst!
                                                                                                                  Annette Mühlenfeld

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