Evangelische Hochschule - Berufswahl

Evangelische Hochschule – Berufswahl

Soll ich meinem Kind einen kirchlichen Beruf empfehlen?

Wie ist die Zukunft kirchlicher Berufe einzuschätzen?

Erstaunlich gut. Während die Mitgliederzahlen der Kirche weiter sinken, geht eine große Zahl der kirchlichen Mitarbeitenden in den Ruhestand. Die relativ kleine Zahl von Absolventinnen kirchlicher Studiengänge wird nicht ausreichen, um die personalen Lücken zu ersetzen, selbst wenn die absolute Zahl kirchlicher Arbeitsstellen sinkt. Das ist der Grund dafür, dass man jungen Menschen, die Interesse für Religion, Kirche, Soziales und Kultur haben, heute mit gutem Gefühl zu einer solchen Ausbildung raten kann. Der Bachelorstudiengang führt in verschiedene Masterstudiengänge und eröffnet interessante Berufsperspektiven. Er hat keinen Numerus Clausus. Auch mit der Hochschulreife kann man von hier den Weg in den Pfarrberuf gehen.

Pädagogische Arbeit mit Menschen aller Altersgruppen

Das Studium verbindet durchaus anspruchsvoll die Geistes- und Sozialwissenschaften. Neben den theologischen Fächern gibt es Seminare in den praktischen Arbeitsfeldern Gemeinde, Schule und Diakonie sowie Kompetenzbereichen Seelsorge, Kommunikation, Entwicklungspsychologie und Sexualpädagogik. Darüber hinaus wird in moderne Arbeitsweisen von Projektarbeit, Sozialraumorientierung und interreligiösen Dialog eingeführt. Nach dem Bachelor im Fach Evangelische Religionspädagogik und Diakonik gibt es den Zugang zum Zweitstudium der Sozialen Arbeit an der Evangelischen Hochschule Berlin mit staatlicher Anerkennung in nur vier zusätzlichen Studiensemestern.

„Aus dem Ollen schöpfen“

So nennen wir liebevoll einen kleinen Werbefilm für den Studiengang. Die faszinierende Wissenswelt von Theologie, Kirchengeschichte, Philosophie, die wissenschaftliche Reflexion des eigenen Glaubens, der eigenen Erfahrungen in und mit der Welt von Kirche ergeben zusammen eine Quelle von Inspiration und Lebensdeutung in einer pluraler werdenden Lebenswelt. Der Studiengang ermöglicht es, kompetent und sensibel Religion ins Gespräch zu bringen, religiöse Fragen wahrzunehmen und zu verstehen und überhaupt ein Verständnis für die religiöse Dimension des Lebens zu entwickeln.

Studienschwerpunkt Diakonik

Wer Diakonin werden möchte, hat am Ende nicht nur einen spannenden, vielseitigen Beruf, sondern immer zwei Berufsabschlüsse in der Tasche – die Doppelqualifikation ist ein Markenzeichen von Diakon*innen. Es beginnt mit einer staatlich anerkannten dreijährigen Ausbildung oder einem Studium der Sozialen Arbeit, der Erziehung oder der Heilerziehungspflege, daran schließt sich eine intensive 1,5-jährige theologisch-diakonische Ausbildung im Studiengang Evangelische Religionspädagogik und Diakonik an, in der das nötige theologische Fachwissen erworben wird. Gottesdienstliches Handeln, Ethik, Spiritualität, Gemeindepädagogik und Seelsorge zu können und dabei auch zugleich als Sozialarbeiterin, Erzieherin oder Heilerziehungspflegerin zu denken und handeln, macht das Können von Diakoninnen aus. Außerdem steht von Studienbeginn an ein außerhochschulisches Begleitprogramm zur Verfügung, das den angehenden Diakoninnen einen Erprobungsraum für diakonisches Handeln bietet. Angeboten wird das Begleitprogramm von unserem Kooperationspartner Evangelisches Johannesstift, der am Wichern-Kolleg auch eine Wohnmöglichkeit für die Studierenden bereithält.

Masterstudiengänge

Alle Absolventinnen der Religionspädagogik & Diakonik haben einen sicheren Zugang zum Masterstudiengang Evangelische Religions-und Gemeindepädagogik. Von hier aus führt der Berufsweg in den Religionsunterricht, in leitende Funktionen gemeindepädagogischer Arbeit oder in das Vikariat, die Ausbildungs-phase für den Pfarrberuf, den ordinierten gemeindepädagogischen Dienst.
Als Alternative steht der Weg den Masterstudiengang „Leitung- Bildung- Diversität“ an der EHB offen, der eine Ausrichtung auch auf außerkirchliche soziale und pädagogische Berufsfelder ermöglicht.

Das Lernklima

Die Seminare finden in kleinen Gruppen statt. Der persönliche Kontakt zu den Professor*innen ermöglicht die individuelle Förderung der Studierenden. In den Lerngruppen wird bereits die Kompetenz zum Umgang mit Gruppen eingeübt und reflektiert, die für den Beruf wichtig ist.

Schauen Sie es sich an

Der Studiengang veranstaltet regelmäßig Online Vorträge und Info-Abende für Interessierte. Besuchen Sie als Gast unsere Seminare.

Wenden Sie sich auch gern persönlich an den Leiter des Studiengangs Prof. Dr. Philipp Enger (enger@eh-berlin.de) oder das Immatrikulationsbüro der EHB (steffen@eh-berlin.de).

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