Geschichte zum Monatsspruch
Du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft.
(Dtn 6,5)
(Die Reise beginnt)
In einem kleinen Dorf lebte ein Mann namens Peregrin. Peregrin studierte Theologie; nach dem Beenden seines Studiums wollte er die Welt bereisen und sehen und spüren, was Gott uns und der Welt gibt. Jedes einzelne Wunder in sich aufzunehmen und in die Welt zu tragen – so verstand er es, Gott mit ganzem Herzen zu lieben.
Einen Tag vor seiner Abreise feierte sein Dorf eine Abschiedsfeier. Jeder war vor Ort, beglückwünschte ihn und wünschte ihm auch viel Erfolg auf seiner langen Reise. Er wollte mit wenig Gepäck los, darum verschenkte er vieles von seinem Hab und Gut. Beim Sonnenaufgang verließ er sein Dorf und blickte noch einmal zurück. Es kamen viele Erinnerungen hoch, die er hier hinterlassen hatte – was er erlebt und gesehen hatte.
Doch war ihm bewusst, dass er auf seiner Reise viele neue Erinnerungen sammeln und erleben wird. Mit einem Lächeln verließ er das Dorf. Das Dorf verschwand hinter ihm im Nebel, und er sah auf den Feldern viele Tierfamilien, die die Morgenruhe genossen. Die Sonnenstrahlen, die durch die Baumspitzen brachen, machten diesen Moment magisch.
Und ihm war bewusst, dass nun seine große Reise beginnt. Er weinte jedoch nicht aus Trauer, sondern aus Freude über die Dinge, die er sehen und fühlen wird.
F. Oesterling






