Gemeindegarten Schnee Winter

Gedanken zur Jahreslosung 2026

Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!

Offenbarung 21,5

Aus der „Offenbarung des Johannes“, eines Jüngers Jesu, der wegen der einsetzenden
Christenverfolgungen auf die Insel Patmos verbannt war.
Wenn jemand alles neu machen will, muss er da zuvor alles Alte zerstören?
Hatten wir das nicht schon mal? Die Menschheit war wegen ihres sündhaften Lebens bei Gott in
Ungnade gefallen und er wollte nicht nachbessern, sondern einen Neuanfang. Noah, ein Gott gefälliger
Mann, wegen seiner Glaubenstreue bekannt, erhielt von höchster Stelle eine Unwetterwarnung und
wurde angewiesen, eine Arche zu bauen mit der er sich, seine Familie und von jeder Tierrasse ein Paar
retten könnte. Er nahm die Warnung ernst und überlebte so die Katastrophe.
Die Radikalität seines eigenen Vorgehens erschreckte Gott. Er sah, dass es nicht gut war und versprach,
das nächste Mal behutsamer vorzugehen. Das war leichtfertig! Er hatte nicht damit gerechnet, dass die
Menschen schnell zu ihren alten Gewohnheiten zurückkehren würden. Die sauberste Lösung wäre wohl
gewesen, ohne den Menschen ganz neu anzufangen.
Wo der Mensch seine Finger im Spiel hat, geht es um Macht, Einfluss und Besitz. Es gab und gibt immer
Anführer, die blühende Landschaften und Wohlstand für alle versprechen, wenn man sie nur wählen
würde und ihnen vertraute.
60 nach Christus litten die Christen unter unerbittlicher Verfolgung.
Johannes hatte eine Version:
Gott spricht zu ihm: Siehe, ich mache alles neu!


Wie sollte diese Welt aussehen?
Die Wiederkunft Jesu steht unmittelbar bevor und er tritt seine Friedensherrschaft an – so glaubten die
Menschen damals. Sie hofften auf die Befreiung vom römischen Joch, das Ende der Verfolgung und freie
Ausübung der Religion. Aber Gott denkt und handelt in größeren Zeiteinheiten, in Ewigkeiten. Das kann
mitunter sehr lange sein. Vom Joch der Römer sind wir inzwischen befreit, aber eine schöne heile Welt
gibt es trotzdem nicht und im Moment gewinnt man den Eindruck, dass doch erst alles in Trümmer liegen
muss, damit ein Neuanfang gelingen kann.
Aktuell liegt Gaza in Schutt und Asche.
Ideal für einen Neuanfang?
Die Bombardierung der Ukraine geht unvermindert weiter, es ist trotz vieler Bekenntnisse kein Ende
abzusehen.
Es brennt an allen Ecken und Enden unserer Schöpfung!
Die Gruppe Karat ist eine Rock Band, die in den 70ziger Jahren in der DDR entstand und die in Ost und
West gleichermaßen Erfolg hatte. In einem ihrer Songs besingt sie unseren „Blauen Planeten“
Tanzt unsere Welt mit sich selbst schon im Fieber?
Liegt unser Glück nur im Spiel der Neutronen?
Wird nur noch Staub und Gestein ausgebrannt alle Zeit
Auf der Erde sein?
Uns hilft kein Gott unsere Welt zu erhalten!

Ja, warum nicht? Die Frage ist berechtigt!
Ist es wirklich nötig, alle kurz und klein zu schlagen um etwas Neues, Besseres zu erschaffen? Die
Antwort ist NEIN! Aber es hängt von uns Menschen ab! Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott. Der griechische
Fabeldichter Äsop schrieb schon 600 vor Christus: Zu den Göttern flehe erst, wenn Du selbst etwas
getan hast.
Frieden im Kleinen schaffen ist schon ein schwieriges Unterfangen. Wie soll es dann im Großen
gelingen? Und was wird aus der Welt, wenn sie denn dereinst ganz neu gemacht ist?


Hartmut Wieseke


Bild: Acrylmalerei von Doris Hopf © Gemeindebriefdruckerei.de

Anstehende Veranstaltungen

Kategorien