Geschichte zum Monatsspruch
Du sollst fröhlich sein und dich freuen über alles Gute, das der HERR, dein Gott, dir und deiner Familie gegeben hat. (Dtn 26,11)
Peregrin ging durch einen Wald. Als es dunkel wurde, sah er eine kleine Waldhütte. Als er näher kam, sah er draußen einen Mann, der Holz klein hackte. Peregrin fragte diesen Mann, ob er die Nacht bei ihm verbringen könne – natürlich nicht umsonst, er würde im Haushalt helfen.
Für den Mann war das in Ordnung. Er bat Peregrin, das Holz für ihn klein zu machen, dann könne er seiner Frau in der Küche helfen und seinen Schlafplatz vorbereiten. Peregrin stimmte zu. Zuhause hatte er auch immer viel Holz gehackt. Als er fertig war, brachte er das Holz zusammen mit dem Mann hinein. Dort war der Tisch schon gedeckt.
Peregrin wurde ebenfalls zum Essen eingeladen. Der Mann stellte sich als Jorin vor. Er wohnte hier mit seiner Frau Evolin und seinem acht Jahre alten Sohn Milan zusammen. Jorin war Förster, weshalb er seit Jahren im Wald lebte. Sie waren vollkommen autark; alles, was sie hatten und besaßen, hatten sie sich selbst zusammengebaut. Sie lebten von ihren eigenen Tieren, Pflanzen und Bäumen. Sie freuten sich immer, wenn sie Besuch bekamen, da nicht so oft Menschen vorbeikamen. Zu essen gab es eine Kartoffelsuppe.
Peregrin und Jorin verstanden sich sehr gut. Jorin erzählte ihm viel über seine Familie und wie das Leben im Wald für sie war. Peregrin merkte an der Geschichte, wie diese Familie zusammenhielt und wie sie jede Krise mit Bravour überstanden hatte.
Nun war es spät und Peregrin ging ins Bett. Am nächsten Morgen frühstückte er mit der Familie noch einmal zusammen und wollte gerade losgehen, als er von Jorin noch ein Geschenk für seine Reise bekam. Er schenkte ihm selbst geschnitztes Besteck, das er zusammen mit seinem Sohn gemacht hatte, und gab ihm noch etwas Proviant für seine Reise.
Peregrin konnte gar nicht in Worte fassen, wie liebevoll diese Familie zu einem Fremden war. Er freute sich sehr über diese Begegnung.
F. Oesterling






