Geschichte zum Monatsspruch März
Da weinte Jesus.
Joh 11,35
Es war ein regnerischer Tag, weshalb Peregrin sich Schutz unter einem Felsvorsprung gesucht hatte. Ein paar Minuten später kam ein reisender Händler unter denselben Unterschlupf, ebenfalls auf der Suche nach Schutz vor dem Regen.
Er lächelte Peregrin an und begrüßte ihn. Peregrin lächelte zurück und begrüßte ihn ebenfalls. Der Händler stellte sich mit dem Namen Konrad vor. Er fragte Peregrin, was er hier im Wald mache. Peregrin erzählte ihm von seiner Reise und dem Ziel seiner Reise. Der Händler Konrad lächelte und sagte, dass es bei ihm ganz ähnlich sei.
Peregrin war etwas verunsichert, weil er gerade einen Punkt erreicht hatte, an dem er sich fragte, ob seine Entscheidung richtig gewesen war. Der Händler lächelte und erzählte Peregrin, dass es ihm am Anfang, als er sich entschloss, mit seinem Handel loszuziehen, genauso ergangen sei, da es anfangs nicht gut lief. Währenddessen sammelte er das Holz in der Nähe zusammen und machte ein kleines Feuer. Auch er war sich unsicher gewesen, ob es die richtige Entscheidung war, doch je mehr er herumgekommen war und je mehr Wunder der Welt er gesehen hatte, desto klarer wurde ihm, dass sich alles gelohnt hatte. Peregrin wärmte sich an dem Feuer und freute sich über die Geschichte des Händlers, und sein Entschluss wurde durch diesen Händler immer mehr gefestigt.
Der Händler erzählte ihm viel über seine Reisen, bis es schließlich spät wurde. Sie bereiteten beide ihren Schlafplatz vor und übernachteten unter dem Vorsprung. Am nächsten Morgen teilte der Händler sein Essen mit Peregrin, dann trennten sich ihre Wege. Der Händler schenkte Peregrin einen Feuerstahl, damit er sich ein Feuer machen konnte. Er sagte zu ihm, dass der Feuerstein auch sein Herz erleuchten solle und ihm in dunklen Zeiten Licht und Kraft spenden möge. Peregrin war sehr dankbar für das Geschenk und dafür, Konrad getroffen zu haben. Nun ging es für ihn mit neuer Kraft und neuem Ziel weiter.
F. Oesterling
Im nächsten Monat wird die Geschichte fortgeführt.






