Rückblick Ostern 2026
Unser traditionelles Tischabendmahl im neuen Gewand.
Am Gründonnerstag versammelten wir uns in gewohnter Weise am großen U aus Tischen vor dem Altar. Die Tische waren wieder reichlich gedeckt. Bevor wir uns jedoch über Eierbrote und Oliven hermachen konnten, begrüßte uns Pfarrer Bolz im Rahmen des Gottesdienstes. Die Gesangbücher lagen auch nicht zur Dekoration auf den Tischen und wir wurden von Florian Mühlenfeld mit Klaviermusik durch den Gottesdienst begleitet. Nachdem alle das Brot geteilt und einen Becher Traubensaft ausgeschenkt bekommen hatten, begann unser gemeinsames Mahl. Bei munterem Geplauder konnten wir uns nun den liebevoll belegten Broten sowie den leckeren Aufstrichen widmen. Und dann kam etwas Neues: Weiterhein eingebettet in den Gottesdienst wurde vor den Augen aller Anwesenden in Stille der Altar abgedeckt. Das hatten wir in Maiendorf Süd so noch nicht gesehen und es sorgte bei einigen der Besucher für einen sehr bewegenden Moment. Erst danach wurden wir mit dem Segen und guten Wünschen in den Abend entlassen.
Nicht verschweigen wollen wir, dass viele helfenden Hände dafür sorgten, dass auch für das Vorbereitungsteam ein früher Feierabend möglich war. Vielen Dank auch an sie alle!
Die Osternacht
Am Samstagabend um 23 Uhr wurde zur Osternacht geladen. Die Kirche hieß die Gottesdienstbesucher:innen in Stille und Dunkelheit willkommen. Dirk Wasserslaben hatte wieder eine schöne Variante für diese besondere Nacht vorbereitet. Die ersten Lesungen fanden im Dunkeln statt. Besonders eindrucksvoll waren die Kyrie-Rufe, die durch das Herabfallen von Steinen akustisch begleitet wurden. Als Symbol für den Stein vor Jesu Grab, aber auch als Symbol für die Steine, die sich uns ganz persönlich im Laufe des vergangenen Jahres in den Weg gelegt haben. Nach der Evangeliumslesung -noch im Dunkeln- wurde das Osterlicht in die Kirche getragen. An diesem Licht wurden kleine Kerzen entzündet und von Reihe zu Reihe weitergegeben, bis die Kirche sich erhellte. Es folgte eine Sprechmotette, die ein Gespräch zweier Frauen vor Jesu Grab wiedergeben sollte. Die beiden Frauen besprachen das Gesehenen und Erlebte bis hin zu ihrer Begegnung mit Jesus, der auferstanden war. Nun konnte auch der Altar wieder geschmückt werden mit Tüchern, Kerzen, Blumen, der Bibel und natürlich dem Kreuz.
Nach dem Gottesdienst wurde auch in diesem Jahr zu einem kleinen Umtrunk mit Saft, Sekt und Osterbrot in das Seitenschiff der Kirche geladen. So fand dieser Abend, diese Nacht einen gemütlichen und friedvollen Ausklang.
Karfreitag
Einen besonderen Gottesdienst, so habe ich es empfunden, hat die Gemeinde am Karfreitag gefeiert. Zwar waren der Altar leergeräumt – keine Blumen, keine Kerzen, kein Kreuz und kein Altarbehang – und statt des Osterleuchters stand der große Schmerzensmann an der Stelle, an der sonst die Osterkerze brennt, gab es in diesem Gottesdienst dank der Musik – ein großes Dankeschön an unseren Chor! – viel Hoffnungsvolles und Mutmachendes.
Der Karfreitag ist ein stiller und nachdenklicher Tag, ja für manche ein richtiger Trauertag. Gut, dass es an solchen Tagen, in den Stunden der Trauer die Musik gibt. Sie hebt die Trauer nicht auf, aber sie schafft Raum mit der Trauer umzugehen. Sie gibt Raum Gefühle zu erkennen oder auch herauszulassen. Und gleichzeitig schafft es die Musik so oft, auch in schweren Stunden die Hoffnung nicht aufzugeben, sondern nach vorne zu schauen. Die Musik hat uns in diesem Gottesdienst schon hingewiesen darauf, dass nach dem Karfreitag, der Ostermorgen kommt. M. Bolz
Ostersonntag
Einen trubeligen und sehr gut besuchten Gottesdienst konnten wir dann am Ostersonntag feiern. Familiengottesdienst mit vielen Kindern und deren Familien. Es war – aus meiner Sicht – ein fröhlicher und ausgelassener Gottesdienst. An zwei Stellen konnte die Gemeinde herzhaft lachen. Zwei Witze – ein entliehener Osterbrauch aus der katholischen Kirche – beförderten das Osterlachen. Das Lachen, ja der Humor sind zwei wunderbare Geschenke unseres Schöpfers. Für mich gehört das Lachen fest zu Ostern. Wenn wir sagen, dass Ostern das Fest des Lebens ist, dass Gott durch Ostern dem Tod seine grausame Endgültigkeit genommen hat, dann darf das auch in der Freude und im Lachen seinen Ausdruck finden. Nach dem Gottesdienst waren die Kleinen und Großen zum Ostereiersuchen in den Gemeindegarten eingeladen. Frauke Lobeck – in Kooperation natürlich mit dem Osterhasen – hat dafür gesorgt, dass die Freude bei den Kleinen noch größer wurde. M. Bolz






