Blumenwiese in Berlin Mariendorf Süd

Zusammenarbeit der Gemeinden in Ost und Süd

Am 19. Juni hat ein Treffen der Gemeindekirchenräte aus Mariendorf Ost und Süd bei uns im Gemeindesaal stattgefunden.

Wir wollten uns kennenlernen und sehen, wer neben uns hier in Mariendorf Kirche gestaltet. Die Mariendorfer Gemeinden in Ost und in Süd sind gut vergleichbar. Beide stammen sie etwa aus der gleichen Zeit (Anfang der 60er Jahre gegründet), beide sind sie Ausgliederungen der großen „Mutterkirchengemeinde“ Mariendorf, die damals zu groß geworden war und deshalb zwei „Töchtergemeinden“ abgab.

Das ist lange her und leider sind seither alle drei Gemeinden sehr viel kleiner geworden. Wir in Mariendorf Süd haben jetzt etwa 1.900 Mitglieder. Mariendorf Ost etwas weniger. Schon diese Zahlen machen deutlich, wir müssen künftig stärker zusammenarbeiten und Kräfte bündeln. Das schöne aber ist: Mit Blick auf die Atmosphäre am 19. Juni – obwohl es an diesem Abend SEHR heiß war – kann ich sagen, dass diese sehr angenehm, offen und interessiert war. Vom Müssen war da keine Rede, eher vom Wollen. Wie wollen künftig mehr gemeinsam planen und arbeiten. Und ja, irgendwann wird aus diesen zwei Gemeinden eine werden, wenn nicht noch weitere Gemeinden dazukommen. 

Die Mitgliederzahlen und dadurch natürlich auch die Finanzen und die Anzahl der Mitarbeitenden verändern sich. Wir schrumpfen. Leider!

Konkret: An drei Stellen der Gemeindearbeit wird es zeitnah eine stärkere Zusammenarbeit geben. 

  1. Die Gemeindebriefredaktionen aus Ost und Süd werden mehr zusammenarbeiten und dadurch versuchen, die Gemeinden zusammenrückenzulassen. Lassen Sie sich also überraschen, wie sich der Inhalt und das Aussehen unseres Gemeindebriefes zeitnah ändern wird. Nehmen Sie gerne auch an Veranstaltungen in Mariendorf Ost teil! 
  2. In der Gottesdienstgestaltung werden die beiden Pfarrer Borchers und Bolz sich gegenseitig stärker vertreten.                         Die Kirchengemeinde in Ost hat ihre Gottesdienstzeit von 10.00 Uhr auf 9.30 Uhr verändert. Es wird also möglich sein, dass eine Pfarrperson beide Gottesdienste gestaltet und der jeweils anderen einen freien Sonntag verschafft. – Auch hier sehe ich aber nicht nur das Praktische für die Pfarrpersonen, sondern auch das Angenehme für die Gemeinden.                                      Regelmäßig kann die Gemeinde im Gottesdienst eine andere Pfarrperson erleben und damit sicher auch hier und da eine andere Theologie und eine andere Form der Gestaltung. – Natürlich werden auch weiterhin Lektorinnen und Lektoren die Gottesdienste gestalten und auch Pfr. i.R. Grammel ist weiterhin bereit Gottesdienste in Süd zu gestalten. Wem unser Gottesdienst um 11.00 Uhr zu spät ist, der kann gerne um 9.30 Uhr zum Gottesdienst nach Ost gehen oder auch um 10.00 Uhr nach Mariendorf.                                                                                                                                                                      Es wird also eine größere Vielfalt an Personen geben, die die Gottesdienste gestalten.
  3. Im Bereich der Arbeit mit Konfirmand*innen (KU) wird es auch eine größere Kooperation geben. Sollten die Zahlen weiterhin stabil bleiben, sollen aber beide Modelle fortgeführt werden. In Mariendorf Ost (bereits jetzt schon in Zusammenarbeit mit der Ev. Kirchengemeinde Mariendorf) gibt es das sog. Blockmodell. D.h. einmal im Monat an einem Samstag treffen sich die Konfirmand*innen abwechselnd in Mariendorf und in Mariendorf Ost. Wir in Süd wollen am wöchentlichen Modell (zur Zeit 14-tägig) festhalten. Auch hier ist es schon jetzt möglich, den KU der jeweils anderen Gemeinde zu besuchen, wenn das andere Modell besser passen sollte.Für die Herbstferien 2027 ist eine gemeinsame KU-Fahrt für alle drei Mariendorfer Gemeinden geplant.

Sie sehen, wir haben nicht nur geredet und uns besser kennengelernt an jenem heißem Juni-Abend, sondern wir haben gleichzeitig drei Bereiche benannt, in denen es gleich losgeht. 

Mein Eindruck: Die Einsicht, der Wille und vor allem auch die Freude stärker zusammenzuarbeiten sind da, und das finde ich ein pfingstliches Zeichen in diesem Spätsommer. 

Michael Bolz

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