Brief von Frauke

Hallo, liebe Kinder und Eltern!
Ich hoffe, euch geht es allen noch gut und ihr passt weiterhin auf euch auf.
Auch wenn es schwerfällt und langsam wirklich nervt, bitte haltet weiter Abstand und denkt daran, nur die nötigsten Kontakte real umzusetzen.
Ich kann immer noch nichts darüber sagen, wann ich wieder welche Angebote anbieten kann. Ich werde euch aber, wenn ihr das wollt, gerne auf dem Laufenden halten. Wer mich aber gerne ab und zu mal sehen möchte, kann entweder einen Spaziergang an der Kita vorbei machen. Da seht ihr mich bei schönem Wetter mit den Kindern im Kitagarten stehen.
Oder ihr schreibt mir an kinder@mariendorf-sued.de und seid einfach mal am Freitagnachmittag beim Basteln mit mir per Zoom dabei. Bitte denkt aber daran, dass ihr mir rechtzeitig schreibt, damit ich euch noch schreiben kann, was wir zum Basteln brauchen.

Natürlich werden wir auch wieder auf der Homepage Bastelangebote für Osterbasteleien anbieten, damit ihr eure Wohnungen österlich dekorieren könnt.
Sobald es wieder möglich ist, dass wir uns tatsächlich im wirklichen Leben treffen dürfen, werde ich auch wieder unterschiedliche Dinge im Gemeindegarten anbieten. Aber wie schon geschrieben, wann das in welcher Form genau sein wird, das kann ich euch leider nicht sagen.

Bitte schreibt mir einfach eine Mail an kinder@mariendorf-sued.de und ich
werde euch auf dem Laufenden halten.

Was es auf jeden Fall weiterhin gibt, sind unsere Familiengottesdienste einmal im Monat, immer am dritten Sonntag des jeweiligen Monats. Der nächste Familiengottesdienst wird wieder in der Kirche stattfinden. Familien dürfen zusammensitzen. Die Kinder müssen am Platz bleiben und alle müssen einen Mund-Nasenschutz tragen. Wir werden aber den
Gottesdienst kinder- und familiengerecht gestalten. Dazu gehört auch, dass wir ihn so kurz wie möglich halten werden.

Der nächste Familiengottesdienst wird am 21.03.2021 um 11 Uhr stattfinden.

Kirchenjahr

Die ersten Wochen des Jahres sind vergangen und viele von euch waren bis jetzt weder in der Kita noch in der Schule. Auch Fasching war in diesem Jahr ganz anders. Aber trotzdem war am 16.2. Fasching und am 17.2. hat dann die Fastenzeit oder Passionszeit begonnen, denn am 17.2. war Aschermittwoch. Aber was heißt den Aschermittwoch?
Der Aschermittwoch hat seinen Namen tatsächlich von Asche. Früher mussten die Menschen, die etwas falsch gemacht hatten und darüber nachdenken sollten, ein bestimmtes Kleidungsstück, das Bußgewand, tragen und wurden mit Asche beschmiert am Aschermittwoch. Sie mussten bis Gründonnerstag über ihre Fehler nachdenken und durften da auch erst wieder zur Kirche gehen. Daher kommen übrigens auch die Redensarten „In Sack und Asche gehen“ oder „Asche auf mein Haupt“. Damit ist gemeint, dass jemand sich verkehrt verhalten hat und seinen Fehler bereut.
Aus Asche kann aber auch neues Leben entstehen. Versuche es doch mal: Vermische etwas Erde und Asche, fülle beides in einen Blumentopf und bestreue das Gemisch mit Kresse- oder Grassamen, du kannst auch Weizenkörner nehmen. Nach wenigen Tagen wirst du das erste Grün sehen. Es entsteht neues Leben aus der Asche. So ist der Aschermittwoch der Beginn der Vorbereitung auf Ostern, denn auch Jesus hat von Gott
neues Leben erhalten: Er ist Ostern auferstanden.
Mit Aschermittwoch beginnt dann die 40-tägige Vorbereitungszeit auf Ostern. Sie wird Passionszeit oder Fastenzeit genannt. Wer von euch jetzt ganz schlau ist und nachzählt, wird feststellen, dass es aber noch 46 Tage, bis Ostern sind. Das liegt daran, dass die Sonntage vor Ostern nicht mitgezählt werden, an den Sonntagen ist Fasten-frei! Früher war es ganz normal und alle Menschen haben in der Zeit vor Ostern gefastet und sich damit auf ihren Glauben konzentriert. Auch heute gibt es immer mehr Christen, die diese alte Tradition wieder aufgreifen. Sie fasten in der Passionszeit.
Oft wird vor allem sechs Wochen lang auf Fleisch, Süßigkeiten, Knabberkram und Alkohol verzichtet.

Der Sinn des Fastens in der Passionszeit ist es aber vor allem, sich mehr als sonst auf seinen Glauben zu besinnen, anderen Menschen zu helfen, und sich selbst wieder zu überlegen, welche Dinge im Leben wirklich wichtig sind. Daher geht es vielen heute beim Fasten nicht mehr nur ums Essen und Trinken. Viele Christen verzichten auch auf Dinge wie Fernsehen, Spielekonsolen oder unnötiges Benutzen des Smartphones. Dafür rückt Zeit mit der Familie oder Freunden, der Besuch eines einsamen Nachbarn, bei einer Umweltschutzaktion mitzumachen oder anderswo zu helfen oder etwas Gutes zu tun in den Vordergrund.

Frauke Lobeck

Ich würde mich freuen, wenn ihr das auch versuchen würdet und mir dann schriebt unter kinder@mariendorf-sued.de, was ihr gefastet habt. Ich bin schon gespannt auf eure Ideen.

Eure Frauke

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