Bericht Konfirtage: Freundschaft

„Freunde sind eine Gabe Gottes“

Dieses Hamann-Zitat trifft den Kern der „Konfirtage“, die im Rahmen des Konfirmandenunterrichts in der Gemeinde Mariendorf-Süd unter dem Thema „Freundschaft“ stattgefunden haben, trefflich. Diese Tage, der Freitag und der Samstag der Kalenderwoche 44, fanden anstelle einer eigentlich üblichen Konfirmandenfahrt statt, die ob der aktuellen pandemischen Lage nicht verantwortungsvoll umsetzbar gewesen wäre. Da der Konfirmandenjahrgang 2021/22 erstmalig am Mittwoch vor besagter Veranstaltung zusammengekommen war, galt es sich innerhalb der Gruppe anzunähern, was hier nicht im Sinne des physischen Erlebens, sondern des Bekanntwerdens stand. Pandemie, Sie verstehen…

Unter der Leitung der Teamer wurden Spiele durchgeführt, die das Ziel des Kennenlernens verfolgten. Da es in einer unbekannten Gruppenkonstellation nachvollziehbarer Weise auch zu Schüchternheit kommen kann, wurde diese durch zwei Improvisationstheater bekämpft und ad acta gelegt. Spätestens bei der Darstellung eines sich an einer Eiche kratzenden Wildschweins war die Angst vor einer Blamage der Unterhaltung gewichen. Auch die Vorstellung eines Polizisten, der auf einem rosa-roten Einhorn durch die Gegend galoppierte, gespielt von einem der Teamer, sorgte für nicht wenig Belustigung.
Da solcherlei Aktivitäten körperlich als auch geistig beanspruchend sind, wurde auch an die kulinarische Versorgung gedacht. Als herausfordernd erwies sich hierbei das Vorhaben, den Grill innerhalb einer kurzen Zeit-spanne auf Temperatur zu bringen. Doch dank Flammenwerfer und Brennspiritus war auch dies ein Leichtes… ich beliebe zu scherzen. Grillanzünder und das Motto „Ein jedes Ding hat seine Zeit“ waren zielführend.
Abgerundet wurde der erste Tag durch die Vorführung des Films „Ziemlich beste Freunde“, der durch seine Handlungsmomente nachdenklich, dankbar und hoffnungsvoll werden lässt. Am Samstagmorgen um 09:00 Uhr versammelten wir uns auf der Gemeindewiese für ein bisschen Morgengymnastik.

Nachdem der erste Teil, der mit einer alpinen Abfahrt endete, vonstattengegangen war, wurde es Zeit für eine spielerische Auffrischung der biologischen Nahrungsketten-Kenntnisse. Das Spiel „Ente-Ente-Fuchs“ brachte so manchen Kreislauf in Schwung.

Die erste Einheit im Sinne der Freundschaft war eine psychologische Betrachtung von Antipathie bzw. Sympathie. Anhand von Bildern wurde der Frage nachgegangen, welchen ersten Eindruck die abgebildete Person hinterlässt. Im Plenum wurde anschließend debattiert, wie dieser zustande kommt und inwiefern er gerechtfertigt ist.
Im Anschluss daran folgten kreative Arbeiten. Das Gestalten einer persönlichen und individuellen Kerze und das Bemalen eines Turnbeutels brachten das kreative Vermögen der KonfirmandInnen zum Ausdruck. Diese Schaffensphase wurde untermalt von einer kollektiven Pizza-Bestellung und gewünschter Musik. Die bereits benannte Kreativität wurde auch deutlich, als es galt Theaterstücke gemäß dem Thema „Freundschaft auf den zweiten Blick“ zu erdenken.
Das dem Votum der KonfirmandInnen nach beste wird am Martinstag aufgeführt …. nicht verpassen!
Der Planung entsprechend wurde die bestellte Pizza geliefert und somit die Mittagspause eingeleitet. Im Anschluss an dieses wahre Festmahl wurde es christlich. In Kleingruppen wurden Erzählungen aus der Bibel vor dem Hintergrund der Freundschaft analysiert. Ferner fand die Planung des ersten Gottesdienstes unter Schirmherrschaft der KonfirmandInnen statt. Die Besprechung dieser Inhalte ging ins letzte Spiel des Samstags über. Hierbei war pantomimisches, zeichnerisches und sprachliches Können gefragt, welches die KonfirmandInnen bewiesen.

Nach dem gemeinsamen Aufräumen endete auch dieser „Konfirtag“, der der Resonanz zur Folge ein gelungenes Wochenende einrahmte. Unser Dank gilt Lydia und Dirk, die diese gelungene Alternativ-Fahrt organisiert und möglich gemacht haben! Auch danken wir den KonfirmandInnen, die sich sehr interessiert und offen gezeigt haben. Wir freuen uns auf die kommende gemeinsame Zeit!

Euer Mittwochs-Team

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