bunte Kirchfenster des Nathan Söderblom Hauses

Monatsspruch Juli

Jesus Christus spricht: Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.

Joh 10,10

Peregrin kam in einer großen Handelsstadt an, durch die täglich viele Händler und Menschen reisten, da dort mehrere Handelsrouten entlangführten.Er ging über den Markt und kaufte Proviant für seine nächste Reise. Dabei fiel ihm ein kleiner Junge mit schmutzigem Gesicht auf, der sich Äpfel von einem Obststand stahl. Der Junge bemerkte, dass Peregrin ihn gesehen hatte, und wollte gerade flüchten, als Peregrin ihn am Arm festhielt und ihm sagte, dass er die Äpfel doch bezahlen müsse.
Peregrin ging mit dem Jungen zu dem Verkäufer und bezahlte die Äpfel für ihn.Der Junge schaute Peregrin irritiert an. Dann strahlte er über beide Ohren und bedankte sich bei ihm. Die beiden gingen gemeinsam weiter, und der Junge erzählte viel über sich. Peregrin erfuhr, dass der Junge und seine Schwester seit vier Jahren obdachlos waren und stahlen, um sich über Wasser zu halten.Schließlich kamen sie an einem alten, kaputten Haus an.
Der Junge erklärte, dass er und seine Schwester dort lebten. Peregrin war fassungslos, als er das heruntergekommene Gebäude sah.Er betrat gemeinsam mit dem Jungen das Haus. Dort versteckte sich zunächst die kleine Schwester, bis sie ihren Bruder erkannte. Dann kam sie aus ihrem Versteck und fragte, wen ihr Bruder mitgebracht habe. Man konnte die Angst in ihrer Stimme deutlich hören.Als sie erfuhr, was Peregrin für ihren Bruder getan hatte, bedankte sie sich und fing an zu weinen. Peregrin sagte den beiden Kindern, dass sie kurz auf ihn warten sollten.Entschlossen ging er noch einmal auf den Markt, um den Kindern mehr Essen zu besorgen. Er war stets dankbar dafür gewesen, ein warmes Zuhause und Eltern zu haben, die für ihn sorgten und immer für ihn da waren.Nachdem er viele verschiedene Lebensmittel gekauft hatte, kehrte er zu den Kindern zurück und brachte ihnen die Einkäufe. Als die Geschwister die vielen Nahrungsmittel sahen, strahlten sie über beide Ohren.
Peregrin verbrachte die Nacht bei ihnen und unterhielt sich lange mit ihnen.Er bat die beiden, am nächsten Morgen mit ihm in ein Kinderheim zu gehen, damit sich dort jemand um sie kümmern könne. Er konnte es nicht übers Herz bringen, die Kinder weiterhin allein in diesem Haus leben zu lassen.Die Geschwister willigten ein, und am nächsten Morgen machten sie sich gemeinsam auf den Weg zum Kinderheim. Peregrin sprach dort mit den Verantwortlichen und betonte, dass die beiden nur gemeinsam vermittelt werden sollten.Die Geschwister waren Peregrin unendlich dankbar und sehr glücklich, ihn kennengelernt zu haben. Als Peregrin sich schließlich wieder auf den Weg machen wollte, verabschiedeten sie sich herzlich von ihm.

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